1
0
Files
pdf-umbenenner/CLAUDE.md

333 lines
18 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# CLAUDE.md
## Zweck
Dieses Repository implementiert einen lokal gestarteten **PDF-Umbenenner mit KI**. Das Programm liest bereits OCR-verarbeitete, durchsuchbare PDF-Dateien aus einem Quellordner, ermittelt daraus einen normierten Dateinamen und legt **eine Kopie** der Datei im Zielordner ab. Die Quelldatei bleibt unverändert.
Ab V2.0 wird die Anwendung um eine **lokale JavaFX-Desktop-GUI** erweitert. Die GUI ist der neue Standardstart. Der bestehende headless Batch-Betrieb bleibt über `--headless` vollständig erhalten.
## Autoritative Dokumente
@docs/specs/technik-und-architektur.md
@docs/specs/fachliche-anforderungen.md
@docs/specs/meilensteine-v2_0.md
Für die Umsetzung ist zusätzlich immer das aktuell aktive Arbeitspaket unter `docs/workpackages/` maßgeblich.
Dateinamensschema: `M9 - Arbeitspakete.md`, `M10 - Arbeitspakete.md`, … `M13 - Arbeitspakete.md`
Nicht raten, wenn Dokumente fehlen, unklar sind oder sich widersprechen.
## Priorisierung der Regeln
Die Dokumente haben folgende feste Bedeutung:
- `docs/specs/technik-und-architektur.md` = verbindliche technische Zielarchitektur
- `docs/specs/fachliche-anforderungen.md` = verbindliche fachliche Regeln
- `docs/specs/meilensteine-v2_0.md` = verbindliche V2.0-Zieldefinition und Meilensteinabgrenzung
- `docs/workpackages/...` = verbindlicher Scope, Reihenfolge und Inhalt des aktuell bearbeiteten Arbeitspakets
Bei Konflikten gilt folgende Priorität:
1. **Technik- und Architektur-Dokument**
Verbindliche technische Zielarchitektur. Architekturbrüche sind unzulässig.
2. **Fachliche Anforderungen**
Verbindliche fachliche Regeln und fachliches Zielverhalten.
3. **Meilensteine V2.0**
Verbindliche Zieldefinition, Abgrenzungen und Leitplanken für den V2.0-Ausbau.
4. **Arbeitspakete**
Definieren den konkret erlaubten Umsetzungsumfang des aktuellen Schritts.
Wenn Dokumente fehlen, unklar sind oder sich widersprechen, nicht raten und keine stillen Annahmen treffen.
## Unverrückbare Technikvorgaben
- Java 21
- Maven Multi-Module
- ausführbares Standalone-JAR (ein gemeinsames JAR für GUI und headless)
- **GUI ist der neue Standardstart** (ab V2.0)
- `--headless` startet weiterhin den bestehenden Batch-/Scheduler-Betrieb
- `--config <pfad>` steht für GUI und headless zur Verfügung
- kein Webserver
- kein Applikationsserver
- keine Dauerlauf-Anwendung
- kein interner Scheduler
- keine EXE, kein Installer
- Log4j2 für Logging
- SQLite als lokaler Persistenzspeicher
- JavaFX wird mit dem JAR ausgeliefert (kein separates JavaFX-Setup)
- GUI offiziell nur für Windows; headless bleibt für Windows Server / Task Scheduler geeignet
- gemappte Laufwerke wie `S:\` oder `H:\` sind ausdrücklich zu unterstützen
- KI-Anbindung über genau **eine** der beiden unterstützten Provider-Familien:
- **OpenAI-kompatible HTTP-Schnittstelle** (Chat-Completions-Stil)
- **native Anthropic Messages API** (Claude-Modelle)
- Pro Lauf ist genau ein Provider aktiv. Kein Fallback, keine Parallelnutzung.
- `.properties` bleibt die einzige Konfigurationswahrheit
- Konkrete Provider-Familie, Base-URL und Modellname sind **Konfiguration**, keine Architekturentscheidung.
## Verbindliche Modulstruktur (ab V2.0)
- `pdf-umbenenner-domain`
- `pdf-umbenenner-application`
- `pdf-umbenenner-adapter-in-cli`
- `pdf-umbenenner-adapter-in-gui`
- `pdf-umbenenner-adapter-out`
- `pdf-umbenenner-bootstrap`
## Architekturregeln
- Strikte **hexagonale Architektur / Ports and Adapters**
- Abhängigkeiten zeigen immer **nach innen**
- Domain kennt **keine** Infrastruktur, keine Datenbank, kein Dateisystem, keine HTTP-Kommunikation und **kein JavaFX**
- Application enthält keine technischen Implementierungsdetails und **keine JavaFX-Typen**
- Externe Zugriffe erfolgen ausschließlich über **Ports**
- Konkrete technische Implementierungen sind **Adapter**
- Adapter dürfen nicht direkt voneinander abhängen
- Die GUI ist ein **Inbound-Adapter** (`pdf-umbenenner-adapter-in-gui`) sie wird **nicht** in Bootstrap vermischt
- Bootstrap bleibt verantwortlich für: Startmoduswahl, Konfigurationsauflösung, Objektgraph, kontrollierten Start des passenden Adapters, Exit-Code-Ableitung bei harten Startfehlern
- GUI-Code und JavaFX dürfen im **headless Pfad** nicht unnötig früh initialisiert oder geladen werden
- Keine Vermischung von Dateisystem, PDF-Auslese, SQLite, KI-HTTP, Konfiguration, Logging, Benennungslogik und Retry-Entscheidungen
- Logging ist technische Infrastruktur, kein fachlicher Port
- Port-Verträge enthalten weder `Path`/`File` noch NIO- oder JDBC-Typen
- Der `AiNamingPort` bleibt provider-neutral; provider-spezifische Typen, Header, URLs und Antwortstrukturen leben ausschließlich in der jeweiligen Adapter-Out-Implementierung
- Es gibt keine gemeinsame „abstrakte KI-Adapter"-Zwischenschicht zwischen Port und konkreten Adaptern
- Die Bootstrap-Schicht wählt die **eine** aktive `AiNamingPort`-Implementierung anhand der Konfiguration aus
## GUI-Leitplanken (verbindlich für alle V2.0-Arbeitspakete)
### Threadingmodell
- Jede potenziell blockierende Operation (Modellabruf, technische Tests, Pfad-/Dateisystemprüfungen, SQLite-Prüfungen, Lesen/Schreiben der `.properties`) läuft auf einem **Hintergrund-Worker-Thread**
- UI-Updates erfolgen ausschließlich über den **JavaFX Application Thread** (`Platform.runLater`)
- Die GUI darf während laufender Hintergrund-Operationen **nicht einfrieren**
### GUI-Teststrategie
- **View-Modelle und Application-nahe GUI-Logik** werden mit JUnit unit-getestet; Fokus auf Zustandsübergängen, Validierungsregeln und Datenflüssen nicht auf Rendering
- **GUI-Smoke-Tests** laufen unter **headless JavaFX (Monocle)** in der Maven-Test-Phase
- Kein TestFX, kein weiteres GUI-Testframework über Monocle hinaus
### GUI-Logging
- Der GUI-Adapter nutzt denselben Log4j2-Stack wie der headless Pfad
- Logformat und Log-Verzeichnis bleiben gegenüber dem headless Betrieb unverändert
- Mindesteinträge für GUI-nahe Ereignisse: Start- und Beendigungsereignisse der GUI, Modellabruf-Versuche (Provider, Erfolg/Misserfolg, **ohne API-Key**), Dateischreibvorgänge inkl. Zielpfad, Ergebnisse der Aktionen `Validieren` und `Technische Tests ausführen`, sowie alle schreibenden Korrekturen
### `--config`-Semantik
- Zeigt `--config <pfad>` im **GUI-Start** auf eine nicht existente Datei: Fehlermeldung, danach verhält sich die GUI so, als wäre `--config` nicht angegeben worden
- Zeigt `--config <pfad>` im **headless Start** auf eine nicht existente Datei: **harter Startfehler**, kein stiller Fallback
## JavaDoc-Standard (verbindlich für alle V2.0-Arbeitspakete)
Für jede **neu hinzugefügte** oder **substanziell geänderte** öffentliche Klasse, öffentliche Methode und jedes neue Java-Package gilt:
- **Klassen-JavaDoc**: Zweck, Verantwortung und Abgrenzung der Klasse
- **Methoden-JavaDoc**: Zweck, Parameter, Rückgabewert und dokumentierte Ausnahmen
- **`package-info.java`**: pro neuem Package, mit Kurzbeschreibung der Paketverantwortung
Ein Arbeitspaket ist erst fertig, wenn die betroffenen öffentlichen Klassen und Methoden dem JavaDoc-Standard entsprechen.
## Globale fachliche Leitplanken
- Zielformat: `YYYY-MM-DD - Titel.pdf`
- Bei Namenskollisionen: `YYYY-MM-DD - Titel(1).pdf`, `YYYY-MM-DD - Titel(2).pdf`, ...
- Die **20 Zeichen** gelten nur für den **Basistitel**; das Dubletten-Suffix zählt nicht mit
- Das Dubletten-Suffix wird unmittelbar vor `.pdf` angehängt
- Titel sind **deutsch**, verständlich, eindeutig und enthalten keine Sonderzeichen außer Leerzeichen
- Eigennamen bleiben unverändert
- Datumsermittlung mit Priorität aus den fachlichen Anforderungen; wenn kein belastbares Datum eindeutig ableitbar ist, ist das **aktuelle Datum** als Fallback erlaubt
- Mehrdeutige Dokumente liefern **kein** unsicheres Ergebnis, sondern einen Fehler
- Erfolgreich verarbeitete Dateien werden nicht erneut verarbeitet
- Retryable fehlgeschlagene Dateien dürfen in späteren Läufen erneut verarbeitet werden
- Final fehlgeschlagene Dateien werden in späteren Läufen übersprungen
- Identifikation erfolgt **nicht** über Dateinamen
- Quelldateien werden **nie** überschrieben, verändert, verschoben oder gelöscht
## Aktiver Implementierungsstand
V1.1 ist vollständig umgesetzt, dokumentiert, getestet und freigegeben.
Der aktive Entwicklungsstand ist **V2.0**. Ziel ist der Ausbau um eine lokale JavaFX-Desktop-GUI als neuen Standardstart, ohne die bestehende Architektur, das Standalone-JAR-Betriebsmodell oder den headless Scheduler-Betrieb aufzugeben.
Die fachliche Kernverarbeitung des PDF-Umbenenners bleibt in V2.0 unverändert.
## Statussemantik
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| `READY_FOR_AI` | Verarbeitbar, KI-Pfad noch nicht durchlaufen |
| `FAILED_RETRYABLE` | Verarbeitbar, transient fehlgeschlagen |
| `PROPOSAL_READY` | Eingangszustand für Dateinamensbildung und Zielkopie |
| `SUCCESS` | Terminaler Enderfolg nur nach Zielkopie und konsistenter Persistenz zulässig |
| `FAILED_FINAL` | Terminal, wird nicht erneut fachlich verarbeitet |
| `SKIPPED_ALREADY_PROCESSED` | Historisierter Skip für SUCCESS-Dokumente |
| `SKIPPED_FINAL_FAILURE` | Historisierter Skip für FAILED_FINAL-Dokumente |
### SUCCESS-Bedingung (verbindlich)
`SUCCESS` darf erst gesetzt werden, wenn:
1. die Zielkopie erfolgreich geschrieben wurde,
2. der finale Zieldateiname bestimmt ist,
3. die Persistenz konsistent fortgeschrieben wurde.
### Führende Quelle des Benennungsvorschlags (verbindlich)
- Die führende Quelle für Datum, Datumsquelle, validierten Titel und Reasoning ist der **neueste Versuchshistorieneintrag mit Status `PROPOSAL_READY`**
- Kein Rekonstruieren aus dem Dokument-Stammsatz
- Kein neuer KI-Aufruf, wenn bereits ein nutzbarer `PROPOSAL_READY`-Versuch vorliegt
- Status `PROPOSAL_READY` ohne lesbaren konsistenten Proposal-Versuch = dokumentbezogener technischer Fehler
- Inkonsistente Proposal-Zustände werden **nicht stillschweigend geheilt**, sondern als technische Dokumentfehler behandelt
## Retry-Semantik
### Deterministische Inhaltsfehler
- **erster** historisierter deterministischer Inhaltsfehler → `FAILED_RETRYABLE`
- **zweiter** historisierter deterministischer Inhaltsfehler → `FAILED_FINAL`
### Transiente technische Fehler
- Transiente Fehler laufen über den Transientfehlerzähler im Dokument-Stammsatz
- Retryable bis der konfigurierte Grenzwert `max.retries.transient` erreicht ist
- Der Fehlversuch, der den Grenzwert **erreicht**, finalisiert den Dokumentstatus zu `FAILED_FINAL`
- `max.retries.transient` = **Integer >= 1**; der Wert `0` ist ungültige Startkonfiguration
### Technischer Sofort-Wiederholversuch
- **Genau ein** zusätzlicher technischer Schreibversuch innerhalb desselben Dokumentlaufs
- **Ausschließlich** für Fehler beim physischen Zielkopierpfad
- Kein erneuter KI-Aufruf, keine erneute Fachableitung
- Zählt **nicht** zum laufübergreifenden Transientfehlerzähler
## Exit-Codes (verbindlich)
- **`0`**: normale erfolgreiche Beendigung eines headless Laufs sowie für das reguläre Beenden der GUI
- **`1`**: harte Start-, Bootstrap-, Verdrahtungs-, Konfigurations- oder Initialisierungsfehler, einschließlich ungültiger CLI-Verwendung, nicht existenter `--config`-Datei im headless Start und GUI-Startfehlern vor erfolgreicher Anzeige der Oberfläche
- Dokumentbezogene Verarbeitungsfehler im headless Lauf ändern dieses Exit-Code-Modell nicht
## Persistenz
Zwei-Ebenen-Modell keine dritte Wahrheitsquelle.
**Dokument-Stammsatz** enthält u.a.:
- letzten Zielpfad, letzten Zieldateinamen
- Inhaltsfehler- und Transientfehlerzähler
- Gesamtstatus
**Versuchshistorie** enthält u.a.:
- finalen Zieldateinamen
- Fehlerklasse, Fehlermeldung, Retryable-Flag
- **Provider-Identifikator des aktiven KI-Providers für den Versuch**
**Invariante:** Der führende `PROPOSAL_READY`-Versuch wird nicht überschrieben. Jeder Lauf erzeugt einen **zusätzlichen** neuen Versuchseintrag.
**Rückwärtsverträglichkeit:** Bestehende Datenbestände bleiben lesbar, fortschreibbar und korrekt interpretierbar.
## Naming-Regel (verbindlich für alle Arbeitspakete)
In Implementierungen, Kommentaren und JavaDoc dürfen **keine** Meilenstein- oder Arbeitspaket-Bezeichner erscheinen:
- Verboten: `M1`, `M2`, …, `M13`
- Verboten: `AP-001`, `AP-002`, … `AP-0xx`
- Verboten: Versionsbezeichner wie `V1.0`, `V1.1`, `V2.0` in Code/JavaDoc
Stattdessen werden **zeitlose technische Bezeichnungen** verwendet.
Bestehende Kommentare mit solchen Bezeichnern, die durch eigene Änderungen berührt werden, sind zu ersetzen.
## Arbeitsweise
- Arbeite immer nur im **explizit aktiven Arbeitspaket**
- **Kein Vorgriff** auf spätere Arbeitspakete
- Änderungen klein, fokussiert und architekturtreu halten
- Keine unnötigen Umbenennungen, keine großflächigen Refactorings ohne Not
- Vor Änderungen zuerst die betroffenen Dateien und Abhängigkeiten verstehen
- **Keine Annahmen über Dateipfade.** Typen und Klassen werden per Suche nach Typname gefunden, nicht über vermutete Pfade.
- Keine Vermutungen: Bei echter Unklarheit oder Dokumentkonflikten knapp nachfragen oder den Konflikt benennen
- Keine stillen Änderungen am bestehenden headless Batch-Betrieb
- GUI-Code darf den headless Pfad nicht unnötig früh initialisieren
## Definition of Done pro Arbeitspaket
Ein Arbeitspaket ist erst fertig, wenn:
- der Zielumfang des aktuellen Arbeitspakets vollständig umgesetzt ist
- der Stand konsistent, fehlerfrei und buildbar ist
- Implementierung, Konfiguration, JavaDoc (inkl. `package-info.java` für neue Packages) und Tests ergänzt sind
- der JavaDoc-Standard für alle neu hinzugefügten oder substanziell geänderten öffentlichen Klassen und Methoden eingehalten wurde
- keine Inhalte späterer Arbeitspakete vorweggenommen wurden
- der Zwischenstand in sich geschlossen und übergabefähig ist
## Pflicht-Output-Format nach jedem Arbeitspaket
```
- Scope erfüllt: ja/nein
- Geänderte Dateien:
- <Dateipfad>
- ...
- Build-Kommando: <verwendetes Kommando>
- Build-Status: ERFOLGREICH / FEHLGESCHLAGEN
- Offene Punkte: keine / <Beschreibung>
- Risiken: keine / <Beschreibung>
```
## Qualitäts- und Prüfreihenfolge
- Nur den für das aktuelle Arbeitspaket nötigen Scope ändern
- Nach Änderungen den kleinsten sinnvollen Build-/Test-Umfang ausführen
- Build-Validierung vom Parent-Root (Beispiel für vollständigen Reactor-Build ab V2.0):
`.\mvnw.cmd clean verify -pl pdf-umbenenner-domain,pdf-umbenenner-application,pdf-umbenenner-adapter-out,pdf-umbenenner-adapter-in-cli,pdf-umbenenner-adapter-in-gui,pdf-umbenenner-bootstrap --also-make`
- Schlägt der Build fehl: Fehler beheben, erneut bauen, erst dann weiter
- Vor Abschluss sicherstellen, dass der relevante Maven-Reactor-Stand fehlerfrei ist
- Fehler nicht kaschieren; Ursachen sauber beheben oder offen benennen
## Wichtige Betriebsregeln
- Ungültige Startkonfiguration verhindert den Verarbeitungslauf und führt zu Exit-Code `1`
- Eine ungültige oder fehlende Provider-Auswahl ist eine ungültige Startkonfiguration
- Run-Lock verhindert parallele Instanzen; wenn bereits eine Instanz läuft, beendet sich die neue Instanz sofort
- API-Schlüssel: pro Provider eine eigene Umgebungsvariable, Vorrang vor Properties derselben Provider-Familie. Schlüssel verschiedener Provider werden niemals vermischt.
- Dokumentbezogene Fehler führen **nicht** zu Exit-Code `1`
## Konfigurationsparameter
Verbindlich zweckmäßige Parameter:
- `source.folder` Quellordner
- `target.folder` Zielordner (muss vorhanden oder anlegbar sein, Schreibzugriff erforderlich)
- `sqlite.file` SQLite-Datenbankdatei
- `ai.provider.active` aktiver KI-Provider (Pflicht)
- `max.retries.transient` max. historisierte transiente Fehlversuche pro Fingerprint (**Integer >= 1**, `0` ist ungültig)
- `max.pages` Seitenlimit
- `max.text.characters` maximale Zeichenzahl für KI-Eingabe
- `prompt.template.file` externe Prompt-Datei
- `log.ai.sensitive` sensible KI-Logausgabe freischalten (Boolean, Default: `false`)
- `runtime.lock.file` Lock-Datei (optional)
- `log.directory` Log-Verzeichnis (optional)
Pro Provider-Familie existiert ein eigener Parameter-Namensraum:
```properties
ai.provider.active=openai-compatible
ai.provider.openai-compatible.baseUrl=...
ai.provider.openai-compatible.model=...
ai.provider.openai-compatible.timeoutSeconds=...
ai.provider.openai-compatible.apiKey=...
ai.provider.claude.baseUrl=...
ai.provider.claude.model=...
ai.provider.claude.timeoutSeconds=...
ai.provider.claude.apiKey=...
```
### Migration historischer Konfiguration
Bestehende Properties-Dateien des Vorgängerstands (flache Schlüssel wie `api.baseUrl`, `api.model`, `api.timeoutSeconds`, `api.key`) werden beim ersten Start erkannt und kontrolliert in das neue Schema überführt.
Verbindlicher Ablauf:
1. Legacy-Form erkennen
2. **`.bak`-Sicherung** der Originaldatei anlegen
3. Inhalt in das neue Schema überführen (Legacy-Werte → Namensraum `openai-compatible`, `ai.provider.active=openai-compatible`)
4. Datei in-place schreiben
5. Datei erneut laden und validieren
6. Erst danach den normalen Lauf fortsetzen
## Nicht-Ziele / Verbote
- kein manueller Verarbeitungslauf aus der GUI (erst V2.1+)
- kein DB-/Historien-Tab in der GUI (erst V2.x+)
- kein Kosten-Tracking (erst V2.x+)
- kein echter Mini-KI-Testaufruf mit fachlicher Antwortauswertung
- keine EXE, kein Installer
- kein Web-UI
- keine REST-API zur Bedienung
- keine OCR innerhalb der Java-Anwendung
- keine DMS-Funktionalität
- kein menschlicher Review-Workflow in der Anwendung
- keine interne Scheduler-Logik
- keine Architekturbrüche
- keine neuen Bibliotheken oder Frameworks ohne klare Notwendigkeit und Begründung
- **keine** automatische Fallback-Umschaltung zwischen KI-Providern
- **keine** parallele Nutzung mehrerer KI-Provider in einem Lauf
- **keine** Profilverwaltung mit mehreren Konfigurationen je Provider-Familie
- **keine** Provider-Familien jenseits der explizit unterstützten
- kein neues Konfigurationsformat
- keine Änderung der fachlichen Kernverarbeitung des PDF-Umbenenners
- keine Änderung der bestehenden Status-, Retry- oder Persistenz-Wahrheit
- keine stillen Änderungen am bestehenden headless Batch-Betrieb
- kein Sofort-Wiederholversuch außerhalb des Zielkopierpfads
- keine spekulativen Umbauten ohne konkreten Qualitäts- oder Konsistenzbezug
- kein großflächiges Refactoring ohne nachweisbaren Defektbezug