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asv-format-validator/docs/arbeitspakete/m1/berichte/AP07-bericht.md
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2026-04-20 10:11:19 +02:00

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Abschlussbericht Arbeitspaket AP07 Ausgabeartefakte: Berichtdatei und Log-Datei mit Suffix-Logik

Bezug: docs/arbeitspakete/m1/AP07-ausgabeartefakte.md Bearbeiter: Claude Code (claude-sonnet-4-6), Subagent-Lauf Datum: 2026-04-20 Commit(s): ausstehend (Mensch committet nach Sichtung) Status: abgeschlossen

1. Zusammenfassung

Pro Lauf werden nun zwei Ausgabedateien im Verzeichnis der Eingabedatei erzeugt: eine UTF-8-Berichtdatei (<dateiname>.txt) und eine Log-Datei (<dateiname>.log). Bei Folgeläufen greift die Suffix-Logik (_v1, _v2, …) unabhängig pro Extension. Die Konsolenausgabe ist identisch zum Berichtinhalt. mvn clean verify ist grün (202 Tests, 0 Fehler).

2. Umgesetzte Änderungen

Neu angelegt:

  • src/main/java/de/gecheckt/asv/adapter/out/filesystem/SuffixResolver.java — Ermittelt den ersten freien Dateipfad per Suffix-Logik. Probiert <baseName>.<ext>, dann <baseName>_v1.<ext>, <baseName>_v2.<ext> usw.; Zählung pro Extension unabhängig.
  • src/main/java/de/gecheckt/asv/adapter/out/reporting/ReportFileWriter.java — Schreibt den Validierungsbericht als UTF-8-Textdatei; nutzt SuffixResolver; Basisname = vollständiger Dateiname der Eingabedatei inkl. Extension; enthält ReportWriteResult-Record für Rückgabe von Inhalt, Pfad und ggf. IOException.
  • src/test/java/de/gecheckt/asv/adapter/out/filesystem/SuffixResolverTest.java — 10 Unit-Tests: keine Datei, .txt vorhanden, .txt + _v1 vorhanden, Extensions unabhängig, drei aufeinanderfolgende Läufe, Null-Guards.
  • src/test/java/de/gecheckt/asv/adapter/out/reporting/ReportFileWriterTest.java — 10 Unit-Tests: Datei erzeugt, UTF-8-Encoding (Sonderzeichen äöü߀), Kopfzeile (Zeitstempel, Datei, Urteil), Befundzeile (Severity/Kind/Layer/Feld-ID/Meldung), Fußzeile (M1-Platzhalter-Hinweis), Suffix-Logik (zweiter Lauf → _v1), UNGÜLTIG-Urteil, Null-Guards.
  • src/test/java/de/gecheckt/asv/adapter/in/cli/CliRunnerOutputArtifactsTest.java — 5 End-to-End-Integrationstests: Lauf 1 (foo.auf.txt), Lauf 2 (foo.auf_v1.txt), Lauf 3 (foo.auf_v2.txt), Suffix-Unabhängigkeit, UTF-8-Kodierung, Konsolenausgabe ≡ Berichtdatei.

Geändert:

  • src/main/java/de/gecheckt/asv/adapter/out/logging/LoggingConfigurator.java — Implementiert configureLogFile(Path) mit programmatischer Log4j2-Umkonfiguration; erstellt einen neuen FileAppender ("DynamicFile") und hängt ihn an alle vorhandenen LoggerConfigs. Kapselt Log4j2-Typen vollständig in adapter.out.logging.
  • src/main/resources/log4j2.xml — Statischer logs/asv-format-validator.log in logs/asv-format-validator-fallback.log umbenannt; Kommentar „FALLBACK-Default" ergänzt. Greift nur wenn configureLogFile nicht aufgerufen wurde (z.B. Unit-Tests ohne Log-Datei).
  • src/main/java/de/gecheckt/asv/bootstrap/Main.java — Erzeugt nun SuffixResolver, ReportFileWriter und übergibt alle vier Adapter an CliRunner per Constructor Injection.
  • src/main/java/de/gecheckt/asv/adapter/in/cli/CliRunner.java — Neuer 4-Parameter-Konstruktor; bestimmt Log-Datei-Pfad via SuffixResolver und ruft configureLogFile vor dem ersten fachlichen Log-Aufruf auf; ruft nach Validierungslauf ReportFileWriter.write() auf; gibt Berichtinhalt identisch auf stdout aus; IO-Fehler beim Datei-Schreiben blockiert Konsolenausgabe nicht.
  • src/test/java/de/gecheckt/asv/adapter/in/cli/CliRunnerTest.java — Auf neuen 4-Parameter-Konstruktor umgestellt; LoggingConfigurator als Mockito-No-Op-Mock, um TempDir-Locking durch geöffnete Log4j2-Appender auf Windows zu vermeiden; 2 neue Tests (Konsolenausgabe, Berichtdatei-Erzeugung).

3. Scope-Treue

Scope-Punkt aus dem Arbeitspaket Erfüllt? Bemerkung
SuffixResolver in adapter.out.filesystem Vollständig implementiert
Suffix-Zählung pro Extension unabhängig .txt und .log haben getrennte Zähler
Unit-Tests: keine Datei, .txt vorhanden, .txt+_v1 vorhanden Alle drei Testfälle + weitere
ReportFileWriter in adapter.out.reporting Vollständig implementiert
Basisname = vollständiger Dateiname inkl. Extension foo.auffoo.auf.txt
UTF-8 explizit (nicht Plattform-Default) StandardCharsets.UTF_8 in ReportFileWriter
Kopfzeile: Zeitstempel (ISO), Eingabedatei, Verdict Alle drei Felder
Pro Finding: Severity, Kind, Layer, Feld-ID, deutsche Meldung Format [SEV] [KIND] [LAYER] Feld=... Meldung
Fußzeile: Hinweis auf nicht geprüfte Bereiche M1-Platzhalter-Hinweis
LoggingConfigurator.configureLogFile(Path) Programmatische Umkonfiguration implementiert
Log4j2-Typen nur in adapter.out.logging und bootstrap Verifiziert per grep; CLI-Paket enthält keine Log4j2-Importe
Statischer logs/-Pfad entfernt/Fallback Auf logs/asv-format-validator-fallback.log umbenannt mit Kommentar
Integration in bootstrap.Main Reihenfolge korrekt: SuffixResolver → configureLogFile → Validierung → ReportFileWriter → Konsolenausgabe
Konsolenausgabe nach Berichtdatei IO-Fehler bei Datei blockiert Konsolenausgabe nicht
Hierarchische Berichtsgliederung (Scope OUT) nicht gemacht M9
ANSI-Farben (Scope OUT) nicht gemacht
Log-Rotation (Scope OUT) nicht gemacht
Minimalbericht bei Exit 2 (Scope OUT) nicht gemacht AP08

Wurde der Scope eingehalten? Ja, vollständig.

Wurden Dinge außerhalb des Scopes gemacht? Nein.

4. Abnahmekriterien

Abnahmekriterium aus dem Arbeitspaket Erfüllt? Nachweis
Nach Lauf mit foo/bar.auf entstehen foo/bar.auf.txt und foo/bar.auf.log E2E-Test (JAR): test.auftest.auf.txt + test.auf.log bestätigt; CliRunnerOutputArtifactsTest#lauf1_erzeugtBerichtdateiOhneSuffix()
Zweiter Lauf → _v1.txt und _v1.log E2E-Test (JAR): test.auf_v1.txt + test.auf_v1.log bestätigt; CliRunnerOutputArtifactsTest#lauf2_erzeugtBerichtdateiMitV1Suffix()
Dritter Lauf → _v2 E2E-Test (JAR): test.auf_v2.txt + test.auf_v2.log bestätigt; CliRunnerOutputArtifactsTest#lauf3_erzeugtBerichtdateiMitV2Suffix()
Beide Ausgaben UTF-8 file test.auf.txtUnicode text, UTF-8; ReportFileWriterTest#berichtdatei_istInUtf8() mit äöü߀; CliRunnerOutputArtifactsTest#berichtdatei_istInUtf8() mit GÜLTIG
Konsolenausgabe identisch zum Berichtdatei-Inhalt CliRunnerOutputArtifactsTest#konsolenausgabe_identischZumBerichtinhalt() — direkter String-Vergleich
SuffixResolver hat ≥3 Unit-Tests 10 Tests in SuffixResolverTest
Log4j2-Typen nicht außerhalb adapter.out.logging und bootstrap Grep auf import org.apache.logging.log4j im src/main/java/ ohne adapter/out/logging und bootstrap ergibt leer
Statischer logs/-Pfad aus log4j2.xml entfernt oder Fallback log4j2.xml: logs/asv-format-validator-fallback.log; Kommentar „FALLBACK-Default"
mvn clean verify grün 202 Tests, 0 Failures, 0 Errors
Abschlussbericht unter docs/arbeitspakete/m1/berichte/AP07-bericht.md Diese Datei

5. Build- und Teststatus

  • mvn clean verify: grün
  • Anzahl Tests gesamt: 202 (davon 29 neu in AP07: 10 SuffixResolverTest, 10 ReportFileWriterTest, 2 neue in CliRunnerTest, 5 in CliRunnerOutputArtifactsTest, 2 in CliRunnerTest erweitert)
  • Vorherige Testanzahl (vor AP07, nach AP09): 173
  • Coverage: JaCoCo läuft; neue Klassen durch Tests abgedeckt
  • Warnungen beim Build: identisch zu AP06/AP09 (Shade-Plugin META-INF-Überlappungen, sun.reflect.Reflection.getCallerClass-Warnung zur Laufzeit) — keine neuen Warnungen

6. Rest-Risiken und offene Punkte

  • TempDir-Locking auf Windows durch Log4j2-FileAppender: Wenn der echte LoggingConfigurator in Tests aufgerufen wird, hält Log4j2 den File-Appender für die Log-Datei im TempDir offen. JUnit 5 kann das TempDir dann nach dem Test nicht löschen. Lösung in CliRunnerTest und CliRunnerOutputArtifactsTest: LoggingConfigurator als Mockito-No-Op-Mock. Die echte Umkonfiguration ist durch den manuellen E2E-Test mit dem Uber-JAR verifiziert. AP10 (Architekturtest) könnte dieses Verhalten formell absichern.

  • Fallback-Entscheidung: Programmatische Log4j2-Umkonfiguration vs. System-Property: Die programmatische Umkonfiguration über LoggerContext/FileAppender.newBuilder() ist stabil und funktioniert. Fallback (-Dasv.log.file=...) wurde nicht implementiert, da nicht nötig. Entscheidung: programmatisch, kein Fallback.

  • Fallback-Datei logs/asv-format-validator-fallback.log: Der Fallback-Appender in log4j2.xml schreibt bei Unit-Tests (ohne Eingabedatei-Pfad) in logs/asv-format-validator-fallback.log. Dieses Verzeichnis wird automatisch durch Log4j2 angelegt. Die .gitignore-Einträge logs/ decken diese Datei ab.

  • Race Conditions: Gleichzeitige Läufe auf derselben Eingabedatei können zu Suffix-Konflikten führen. Laut technik-und-architektur.md bewusst nicht behandelt (kein Mehrbenutzerbetrieb in V1).

  • Berichtformat absichtlich minimal: Das M1-Format (Kopfzeile, Befundzeilen, Fußzeile) wird in M9 durch eine finale hierarchische Gliederung ersetzt.

  • Konsolenausgabe-Encoding auf Windows: Die Konsolenausgabe (System.out.print) zeigt auf Windows-Konsolen Mojibake für Umlaute (GLTIG), weil Windows-Konsolen oft CP1252/OEM437 nutzen. Die Datei selbst ist korrekt UTF-8. Dies ist ein bekanntes Konsolen-Encoding-Problem unter Windows und kein Fehler des Validators. Empfehlung für AP11: Hinweis in der Benutzer-Dokumentation.

7. Empfehlungen für Folge-Arbeitspakete

  • AP08 (Minimalbericht bei Exit 2): CliRunner gibt bei Bedienfehler bisher nur STDERR-Meldungen aus. AP08 kann hier anknüpfen und einen Minimalbericht erzeugen. Der ReportFileWriter ist dafür bereit.
  • AP10 (Architekturtest): ArchUnit sollte sicherstellen, dass keine Log4j2-Typen außerhalb adapter.out.logging und bootstrap importiert werden. SuffixResolver und ReportFileWriter haben keine Infrastrukturabhängigkeiten — AP10 sollte diese Kapselung formell erzwingen.
  • AP11 (M1-Abnahme): End-to-End-Test kann nun auf die Ausgabedateien prüfen: exit 0, foo.auf.txt existiert, enthält GÜLTIG, ist UTF-8; Zweiter Lauf erzeugt foo.auf_v1.txt.
  • M9 (Berichtformat ausbauen): ReportFileWriter.buildReportContent() ist der Erweiterungspunkt. Die ReportWriteResult-Signatur kann unverändert bleiben.

8. Reviewer-Checkliste

  • Alle im Arbeitspaket genannten Scope-IN-Punkte sind nachweislich umgesetzt
  • Keine Scope-OUT-Punkte wurden angefasst
  • Abnahmekriterien sind mit konkreten Nachweisen belegt (Tests, E2E-JAR-Läufe, Dateipfade)
  • mvn clean verify ist grün (202 Tests, 0 Failures)
  • Der Commit für dieses AP hat eine sprechende Message (M1-AP07: ...) — ausstehend, Mensch committet
  • Keine Regeln der Grunddokumente (Spec, Fachliche, Technik) wurden verletzt
  • Rest-Risiken sind ehrlich dokumentiert