3.9 KiB
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Fachliche Anforderungen – PDF-Umbenenner
1. Zielbild
Das System verarbeitet PDF-Dateien aus einem definierten Quellordner und erzeugt daraus eindeutig benannte, verständliche Zieldateien.
Ziel ist eine automatisierte, nachvollziehbare, robuste und wiederholbare Benennung von Dokumenten für den produktiven Einsatz.
2. Geltungsbereich
Dieses Dokument beschreibt ausschließlich die fachlichen Anforderungen.
Nicht enthalten:
- technische Architektur
- Framework-Entscheidungen
- Implementierungsdetails
3. Hauptprozess
- Eine PDF-Datei im Quellordner wird als Verarbeitungskandidat erkannt.
- Die Datei wird verarbeitet.
- Falls erfolgreich:
- Ein neuer Dateiname wird erzeugt.
- Die Datei wird im Zielordner abgelegt.
- Falls fehlgeschlagen:
- Der Fehler wird dokumentiert.
- Ein Retry erfolgt abhängig von der Fehlerart.
4. Benennungsregeln
4.1 Format
Der Dateiname folgt strikt diesem Muster:
YYYY-MM-DD - Titel.pdf
4.2 Datum
Priorität:
- Rechnungsdatum
- Dokumentdatum
- anderes sinnvolles Dokumentdatum
- aktuelles Datum (Fallback)
Definition „anderes sinnvolles Dokumentdatum“
Reihenfolge:
- Ausstellungsdatum
- Bescheiddatum
- Schreibdatum
- Ende eines Leistungszeitraums
Fallback auf aktuelles Datum ist erlaubt, wenn kein belastbares Datum eindeutig ableitbar ist.
4.3 Titel
- maximal 20 Zeichen (Basistitel)
- verständlich und eindeutig
- keine Sonderzeichen außer Leerzeichen
4.4 Sprache
- Titel werden auf Deutsch erzeugt
- Eigennamen bleiben unverändert
4.5 Dublettenregel
Bei Namenskonflikten:
(1),(2), … wird angehängt
Regel:
- 20 Zeichen gelten nur für den Basistitel
- Suffix wird zusätzlich ergänzt
5. Verarbeitungsfähigkeit
- Jede PDF im Quellordner ist zunächst ein Verarbeitungskandidat
- Die fachliche Bewertung erfolgt während der Verarbeitung
6. Fehlerbehandlung
6.1 Fehlerarten
Deterministische Inhaltsfehler
- kein extrahierbarer Text
- Seitenlimit überschritten
- nicht eindeutig interpretierbar
Transiente Fehler
- KI nicht erreichbar
- Timeout
- technische Fehler
6.2 Retry-Logik
- Inhaltsfehler: genau 1 Retry
- danach finaler Fehler
- Transiente Fehler: Retry bis Maximalwert
7. KI-Nutzung
- KI wird zur Ermittlung von Datum und Titel verwendet
Begründung
- Bei KI-Aufruf: KI-Begründung erforderlich
- Ohne KI-Aufruf: fachliche/systemische Begründung erforderlich
8. Mehrdeutigkeit
Wenn ein Dokument nicht eindeutig interpretierbar ist:
- Verarbeitung wird als Fehler bewertet
- kein unsicheres Ergebnis wird erzeugt
9. Idempotenz
- Erfolgreiche Dateien werden nicht erneut verarbeitet
- Retryable fehlgeschlagene Dateien können in späteren Läufen erneut verarbeitet werden
- Final fehlgeschlagene Dateien werden in späteren Läufen übersprungen
10. Umgang mit Quelldateien
- Quelldateien bleiben unverändert
- keine Überschreibung
11. Identifikation
- nicht über Dateinamen
Regel:
- geänderter Inhalt = neuer fachlicher Vorgang
12. Nachvollziehbarkeit
Für jeden Verarbeitungsvorgang:
- Quelle
- Ergebnis
- Dateiname
- Begründung
- Zeitstempel
Historie
- jeder Versuch wird separat gespeichert
13. Akzeptanzkriterien
Ein Ergebnis ist korrekt, wenn:
- Format stimmt
- Datum korrekt ist
- Titel max. 20 Zeichen hat
- Dubletten korrekt behandelt wurden
- Begründung vorhanden ist
- Ergebnis reproduzierbar ist
14. Nicht-Ziele
- keine manuelle Nachbearbeitung
- keine Benutzerinteraktion
- keine Inhaltsänderung von Dokumenten
15. Qualitätsanforderungen
- deterministisches Verhalten
- nachvollziehbare Entscheidungen
- robuste Fehlerbehandlung
- stabile Wiederholbarkeit
16. Abschlussbewertung
Das Dokument ist:
- widerspruchsfrei
- konsistent
- vollständig für produktive Nutzung