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Technik und Architektur – PDF-Umbenenner mit KI
1. Ziel und Geltungsbereich
Dieses Dokument beschreibt die verbindliche technische Zielarchitektur für den PDF-Umbenenner.
Die Anwendung ist ein lokal gestartetes Java-Programm zur KI-gestützten Umbenennung bereits OCR-verarbeiteter, durchsuchbarer PDF-Dateien.
Sie liest PDF-Dateien aus einem konfigurierbaren Quellordner, ermittelt auf Basis des extrahierten Inhalts einen normierten Dateinamen und legt eine Kopie der Datei im konfigurierbaren Zielordner ab. Die Quelldatei bleibt unverändert.
Dieses Dokument beschreibt ausschließlich:
- technische Architektur
- technische Regeln und Schnittstellen
- Persistenz- und Betriebsmodell
- technische Konkretisierung fachlicher Vorgaben
Nicht Bestandteil dieses Dokuments sind:
- Meilensteine
- Projektplanung
- manuelle Bedienkonzepte
2. Verbindliches Zielbild
2.1 Betriebsmodell
Die Anwendung ist verbindlich:
- Java 21
- Maven
- ausführbares Standalone-JAR
- Start über Windows Task Scheduler
- kein Webserver
- kein Applikationsserver
- keine Dauerlauf-Anwendung
- kein interner Scheduler
2.2 Verbindlicher Verarbeitungsausgang
Bei erfolgreicher Verarbeitung entsteht im Zielordner eine neue Datei im Format:
YYYY-MM-DD - Titel.pdf
Bei Namenskollisionen wird am Ende des Titels und direkt vor .pdf ein laufendes Suffix angehängt:
YYYY-MM-DD - Titel(1).pdf
YYYY-MM-DD - Titel(2).pdf
Dabei gilt:
- die 20 Zeichen beziehen sich nur auf den Basistitel
- das Dubletten-Suffix zählt nicht zu diesen 20 Zeichen
- die Quelldatei wird nie überschrieben oder verändert
3. Architekturprinzipien
3.1 Strenge hexagonale Architektur
Die Anwendung wird strikt nach Ports and Adapters / Hexagonal Architecture umgesetzt.
Verbindliche Regeln:
- Der Domain-Kern kennt keine Infrastruktur, keine Datenbank, kein Dateisystem und keine HTTP-Kommunikation.
- Die Application-Schicht orchestriert Anwendungsfälle und enthält keine technischen Implementierungsdetails.
- Jeder externe Zugriff erfolgt ausschließlich über Ports.
- Konkrete technische Implementierungen sind Adapter.
- Adapter dürfen nicht direkt voneinander abhängen.
- Die Abhängigkeitsrichtung zeigt immer nach innen.
3.2 Technische Folgen
Es darf keine Vermischung geben zwischen:
- Dateisystemzugriff
- PDF-Auslese
- SQLite-Persistenz
- KI-HTTP-Kommunikation
- Konfigurationsladen
- Logging-Konfiguration
- Benennungslogik
- Retry-Entscheidungen
4. Maven- und Modulstruktur
4.1 Zielstruktur
Die Zielstruktur ist ein Maven-Multi-Module-Projekt mit mindestens folgenden Modulen:
pdf-umbenenner-domainpdf-umbenenner-applicationpdf-umbenenner-adapter-in-clipdf-umbenenner-adapter-outpdf-umbenenner-bootstrap
Diese Struktur ist für das Projekt zweckmäßig, weil sie einerseits die Hexagonal-Architektur sauber abbildet und andererseits für eine kleine Batch-Anwendung noch überschaubar bleibt.
4.2 Modulverantwortung
Domain
Enthält ausschließlich fachliche und fachnah-technische Kernobjekte, zum Beispiel:
DocumentFingerprintDocumentTextNamingProposalResolvedDateProcessingStatusRetryDecisionFileNamingRules
Nicht in die Domain gehören:
- Persistenzmodelle
- SQLite-Entities
- HTTP-DTOs
- Log4j2-spezifische Klassen
- Dateisystem-Klassen
Application
Enthält Use Cases und Orchestrierung, zum Beispiel:
RunBatchProcessingUseCaseProcessSingleDocumentUseCaseGenerateFileNameUseCaseRecordProcessingAttemptUseCaseDetermineRetryDecisionUseCase
Adapter In
Enthält den Batch-/CLI-Einstiegspunkt.
Beispiel:
SchedulerBatchCommand
Adapter Out
Enthält technische Implementierungen der Outbound-Ports, insbesondere:
- Dateisystem
- PDFBox
- SQLite
- OpenAI-kompatibler HTTP-Client
- Properties-/Umgebungs-Konfiguration
- Run-Lock
- Clock
Bootstrap
Verantwortlich für:
- Laden und Validieren der Konfiguration
- Erzeugen des Objektgraphen
- Verdrahtung aller Adapter und Ports
- Start des CLI-Adapters
- Setzen des Exit-Codes
4.3 Maven-Basis
Zweckmäßige Maven-Grundlage:
- Parent-POM mit
packaging=pom maven-compiler-pluginmitrelease=21maven-surefire-pluginfür Unit-Testsmaven-enforcer-pluginfür Java-/Maven-Minimalversionenmaven-shade-pluginim Bootstrap-Modul zur Erzeugung des ausführbaren JARs
5. Technologiestack
Verbindlich eingesetzt werden:
- Java 21
- Maven
- Apache PDFBox für PDF-Textauslese
- SQLite als lokaler Persistenzspeicher
- SQLite JDBC-Treiber
- Log4j2 für Logging
- OpenAI-kompatible HTTP-API für KI-Zugriff
- Java HTTP Client oder technisch gleichwertige Standard-HTTP-Komponente
- JSON-Bibliothek für robuste JSON-Serialisierung und -Validierung
Nicht verbindlich festgelegt sind:
- konkreter KI-Provider
- konkrete KI-Basis-URL
- konkreter Modellname
Diese drei Punkte sind reine Konfiguration und ausdrücklich keine Architekturentscheidung.
6. Ports
6.1 Inbound-Port
Mindestens ein Inbound-Port ist verbindlich:
RunBatchProcessingUseCase
Optional kann die Application feiner geschnitten werden, zum Beispiel mit:
ProcessPendingDocumentsUseCaseProcessSingleDocumentUseCase
6.2 Outbound-Ports
Verbindlich zweckmäßige Outbound-Ports:
SourceDocumentPortPdfTextExtractionPortFingerprintPortProcessedDocumentRepositoryAiNamingPortConfigurationPortRunLockPortClockPort
6.3 Logging
Logging ist kein fachlicher Port. Logging ist technische Infrastruktur.
7. Verarbeitungsmodell
7.1 Batch-Ablauf
Ein Lauf erfolgt in dieser Reihenfolge:
- Konfiguration laden
- Konfiguration validieren
- Run-Lock erwerben
- Quellordner lesen
- PDF-Dateien ermitteln
- Jede Datei einzeln verarbeiten
- Run-Lock freigeben
- Exit-Code setzen
7.2 Ablauf pro Datei
Die Verarbeitung einer einzelnen Datei erfolgt in dieser Reihenfolge:
- Fingerprint der Quelldatei berechnen
- Repository prüfen
- Erfolgreich verarbeitete Datei überspringen
- Final fehlgeschlagene Datei überspringen
- PDF-Text extrahieren
- Textqualität prüfen
- Seitenlimit prüfen
- Text für KI-Aufruf begrenzen und vorbereiten
- KI aufrufen
- KI-Antwort validieren
- Datum auflösen
- Titel validieren und technisch bereinigen
- finalen Dateinamen erzeugen
- Dubletten-Suffix bestimmen
- Datei in temporäre Zieldatei kopieren
- temporäre Zieldatei final verschieben/umbenennen
- Erfolg und Versuchshistorie persistent speichern
7.3 Erfolgskriterium
Ein Dokument gilt genau dann als erfolgreich verarbeitet, wenn:
- brauchbarer PDF-Text vorliegt,
- ein fachlich brauchbarer Titel vorliegt,
- ein Datum aufgelöst wurde,
- ein zulässiger Zielname erzeugt wurde,
- die Zielkopie erfolgreich geschrieben wurde,
- Status und Versuchshistorie erfolgreich persistiert wurden.
8. Dateinamensregeln
8.1 Zielformat
Das verbindliche Zielformat lautet:
YYYY-MM-DD - Titel.pdf
8.2 Datum
Die technische Auflösung folgt fachlich dieser Priorität:
- Rechnungsdatum
- Dokumentdatum
- anderes sinnvolles Dokumentdatum
- aktuelles Datum als Fallback
8.3 Technische Datumsregel
Die Anwendung setzt den Fallback auf das aktuelle Datum selbst, falls aus dem Dokument kein belastbares Datum ableitbar ist.
Daraus folgt:
- die KI muss kein unsicheres Datum erfinden
- ein fehlendes belastbares Dokumentdatum ist kein Fehlerfall
- die Anwendung verwendet in diesem Fall den Wert aus
ClockPort
8.4 Titel
Der Titel muss technisch diese Regeln erfüllen:
- Deutsch
- verständlich
- eindeutig genug für den Dokumentkontext
- maximal 20 Zeichen als Basistitel
- keine unzulässigen Windows-Dateinamenzeichen
- keine generischen Platzhalter wie z. B.
Dokument,Datei,Scan,PDF - Eigennamen bleiben unverändert
- Umlaute und
ßbleiben erhalten, sofern dateisystemseitig zulässig
8.5 Dubletten
Bei Namenskollisionen wird das Suffix (n) unmittelbar vor .pdf angehängt.
Beispiele:
2026-03-31 - Stromabrechnung.pdf2026-03-31 - Stromabrechnung(1).pdf2026-03-31 - Stromabrechnung(2).pdf
8.6 Windows-Kompatibilität
Die Anwendung stellt zusätzlich sicher, dass der Zielname für Windows zulässig ist.
Unzulässige Zeichen sind technisch zu entfernen oder kontrolliert zu ersetzen.
9. Fehlerklassifikation und Retry-Regeln
9.1 Grundsatz
Nur retryable Fehler dürfen in späteren Läufen erneut verarbeitet werden.
Finale Fehler werden in späteren Läufen übersprungen.
9.2 Deterministische Inhaltsfehler
Deterministische Inhaltsfehler sind insbesondere:
- kein brauchbarer PDF-Text
- Seitenlimit überschritten
- Dokument inhaltlich mehrdeutig
- kein brauchbarer Titel
- generischer oder unzulässiger Titel
- von der KI gelieferter Datumswert ist vorhanden, aber unbrauchbar oder nicht interpretierbar
Regel:
- genau 1 Retry in einem späteren Scheduler-Lauf
- danach finaler Fehler
9.3 Transiente technische Fehler
Transiente technische Fehler sind insbesondere:
- KI nicht erreichbar
- HTTP-Timeout
- temporäre IO-Fehler
- temporäre SQLite-Sperre
- ungültiges oder nicht parsebares KI-JSON
- sonstige vorübergehende technische Infrastrukturfehler
Regel:
- Retry in späteren Läufen bis zum konfigurierten Maximalwert
9.4 Technischer Sofort-Wiederholversuch
Zusätzlich zulässig ist genau ein technischer Sofort-Wiederholversuch innerhalb desselben Laufs für den Zielkopiervorgang, wenn das Schreiben der Zieldatei fehlschlägt.
Dieser Mechanismus ist kein fachlicher Retry und wird getrennt vom laufübergreifenden Retry-Modell behandelt.
9.5 Statusmodell
Verbindlich zweckmäßige Statuswerte:
SUCCESSFAILED_RETRYABLEFAILED_FINALSKIPPED_ALREADY_PROCESSEDSKIPPED_FINAL_FAILURE
Ein technischer Zwischenstatus PROCESSING ist zusätzlich zulässig und sinnvoll.
10. Idempotenz und Identifikation
10.1 Identifikation
Die Identifikation eines Dokuments erfolgt nicht über den Dateinamen.
Verbindlicher Primärmechanismus:
- SHA-256 der Quelldatei als stabiler Fingerprint
10.2 Wirkung
Daraus folgt:
- bereits erfolgreich verarbeitete Dateien werden in späteren Läufen nicht erneut verarbeitet
- final fehlgeschlagene Dateien werden in späteren Läufen übersprungen
- geänderter Dateiinhalt erzeugt einen neuen Fingerprint und damit einen neuen fachlichen Vorgang
10.3 Determinismus und Reproduzierbarkeit
Reproduzierbarkeit bedeutet technisch:
- nach einem erfolgreichen Lauf bleibt das gespeicherte Ergebnis stabil
- erfolgreiche Dateien werden nicht erneut KI-basiert bewertet
- KI-Aufrufe werden, soweit die API es zulässt, mit möglichst geringer Varianz konfiguriert
- Prompt-Version und Modellname werden persistiert
11. KI-Integration
11.1 Schnittstelle
Die KI wird ausschließlich über eine OpenAI-kompatible HTTP-Schnittstelle angebunden.
Basis-URL, Modellname und API-Key sind reine Konfiguration.
11.2 Prompt
Der Prompt wird nicht im Code fest verdrahtet.
Verbindlich:
- externe Prompt-Datei
- Prompt-Version oder Prompt-Dateiname wird mitpersistiert
- der Prompt darf die KI zur Ausgabe eines deutschen Titels anweisen
11.3 Textmenge
Es wird nicht zwingend der komplette extrahierte PDF-Text an die KI gesendet.
Verbindlich:
- die maximale Zeichenzahl ist konfigurierbar
- die Begrenzung muss vor dem KI-Aufruf technisch angewendet werden
11.4 Antwortformat
Die KI muss genau ein parsebares JSON-Objekt liefern.
Zweckmäßiges Schema:
{
"date": "2026-02-11",
"title": "Stromabrechnung",
"reasoning": "..."
}
Regeln:
titleist verpflichtendreasoningist verpflichtenddateist optional, wenn kein belastbares Datum ableitbar ist- liefert die KI kein
date, setzt die Anwendung das aktuelle Datum als Fallback
11.5 Antwortvalidierung
Die Antwort gilt nur dann als technisch brauchbar, wenn:
- JSON parsebar ist
titlevorhanden istreasoningvorhanden ist
Zusätzlich gilt fachlich:
titlemuss validierbar und brauchbar sein- ein vorhandenes
datemuss im FormatYYYY-MM-DDinterpretierbar sein
12. PDF-Verarbeitung
12.1 Bibliothek
Für die PDF-Textauslese wird Apache PDFBox verwendet.
12.2 Voraussetzung
Die Anwendung setzt voraus, dass die PDFs bereits OCR-verarbeitet und durchsuchbar sind.
12.3 Kein brauchbarer Text
Wenn kein brauchbarer Text extrahiert werden kann:
- erfolgt kein KI-Aufruf
- der Fall wird als deterministischer Inhaltsfehler behandelt
12.4 Seitenlimit
Die maximal verarbeitbare Seitenzahl ist konfigurierbar.
Wird das Limit überschritten:
- erfolgt kein KI-Aufruf
- der Fall wird als deterministischer Inhaltsfehler behandelt
13. SQLite-Persistenzmodell
13.1 Ziel
SQLite ist der führende lokale Speicher für:
- Bearbeitungsstatus
- Retry-Informationen
- Versuchshistorie
- KI-Nachvollziehbarkeit
- Ergebnisnachvollziehbarkeit
13.2 Persistenzmodell
Die Persistenz wird zweckmäßig in zwei Ebenen geführt:
- Dokument-Stammsatz pro Fingerprint
- Versuchshistorie mit einem Datensatz pro Verarbeitungsversuch
13.3 Dokument-Stammsatz
Mindestens zweckmäßig zu speichern:
- interne ID
- Fingerprint
- letzter bekannter Quellpfad
- letzter bekannter Quelldateiname
- aktueller Gesamtstatus
- letzter Zielpfad
- letzter Zieldateiname
- Anzahl bisheriger Inhaltsfehler
- Anzahl bisheriger transienter Fehler
- letzter Fehlerzeitpunkt
- letzter Erfolgzeitpunkt
- Erstellungszeitpunkt
- Änderungszeitpunkt
13.4 Versuchshistorie
Für jeden Versuch separat zu speichern:
- Versuchs-ID
- Fingerprint-Referenz
- Lauf-ID
- Versuchsnummer
- Startzeitpunkt
- Endzeitpunkt
- Ergebnisstatus
- Fehlerklasse
- Fehlermeldung
- Retryable-Flag
- Modellname
- Prompt-Identifikator
- verarbeitete Seitenzahl
- an KI gesendete Zeichenzahl
- KI-Rohantwort
- KI-Reasoning
- aufgelöstes Datum
- Datumstyp bzw. Datumsquelle
- finaler Titel
- finaler Zieldateiname
13.5 Sensible Inhalte
Die vollständige KI-Rohantwort wird in SQLite gespeichert.
Sie soll standardmäßig nicht vollständig in Logdateien geschrieben werden.
14. Konfiguration
14.1 Format
Die technische Konfiguration erfolgt über .properties.
14.2 Mindestparameter
Verbindlich zweckmäßige Parameter:
source.foldertarget.foldersqlite.fileapi.baseUrlapi.modelapi.timeoutSecondsmax.retries.transientmax.pagesmax.text.charactersprompt.template.file
Zusätzlich zweckmäßig:
runtime.lock.filelog.directorylog.levelapi.key
14.3 API-Key
Der API-Key darf über Umgebungsvariable oder Properties geliefert werden.
Verbindlich:
- Umgebungsvariable hat Vorrang
14.4 Konfigurationsvalidierung
Beim Start müssen alle Pflichtparameter validiert werden.
Bei ungültiger Startkonfiguration:
- beginnt kein Verarbeitungslauf
- wird ein Fehler geloggt
- wird das Programm mit Exit-Code ungleich 0 beendet
15. Logging
15.1 Framework
Verbindlich ist Log4j2.
15.2 Mindestumfang
Das Logging muss mindestens enthalten:
- Laufstart
- Laufende
- Lauf-ID
- erkannte Quelldatei
- Überspringen bereits erfolgreicher Dateien
- Überspringen final fehlgeschlagener Dateien
- erzeugter Zielname
- Retry-Entscheidung
- Fehler mit Klassifikation
15.3 Sensibilitätsregel
Standardmäßig gilt:
- vollständige KI-Rohantwort nicht ins Log
- vollständige KI-Rohantwort in SQLite
reasoningdarf geloggt werden, sofern dies betrieblich gewünscht ist- die Ausgabe sensibler Inhalte muss konfigurierbar sein
15.4 Speicherort
Das Log-Verzeichnis ist konfigurierbar. Ohne explizite Konfiguration ist ein lokales logs/-Verzeichnis im Programmkontext zweckmäßig.
16. Startschutz und Parallelität
16.1 Verbindliche Regel
Wenn bereits eine laufende Instanz existiert:
- beendet sich die neue Instanz sofort
16.2 Umsetzung
Zweckmäßig ist eine exklusive Lock-Datei über RunLockPort.
Der Pfad der Lock-Datei soll konfigurierbar sein.
16.3 Ziel
Der Startschutz verhindert:
- konkurrierende SQLite-Zugriffe
- kollidierende Zieldateikopien
- inkonsistente Retry-Entscheidungen
17. Exit-Codes
Verbindliche Interpretation:
0: Lauf wurde technisch ordnungsgemäß ausgeführt, auch wenn einzelne Dateien fachlich oder transient fehlgeschlagen sind1: Lauf konnte wegen hartem Start-/Bootstrap-Fehler nicht ordnungsgemäß beginnen oder fortgesetzt werden
Typische 1-Fälle:
- ungültige Konfiguration
- Run-Lock nicht erwerbbar
- essentielle Ressourcen beim Start nicht verfügbar
18. Nicht-Ziele
Nicht Bestandteil dieser Architektur sind:
- Web-UI
- REST-API zur Bedienung
- DMS-Funktionalität
- OCR innerhalb der Java-Anwendung
- automatische Löschung von Quelldateien
- Verschiebung von Quelldateien statt Kopie
- menschlicher Review-Workflow
- interne Scheduler-Logik
- fachliche Identifikation über Dateinamen
19. Abschlussbewertung
Der technische Zielstand ist mit den hier festgelegten Regeln:
- konsistent
- widerspruchsfrei
- hexagonal sauber geschnitten
- für einen minimalen produktiven PDF-Umbenenner zweckmäßig
Besonders verbindlich geklärt sind jetzt:
- Dateinamensformat mit
YYYY-MM-DD - Titel.pdf - Dublettenregel mit
(1),(2), ... - Trennung zwischen finalen und retrybaren Fehlern
- Fallback-Datum durch die Anwendung
- Zwei-Ebenen-Persistenz mit Versuchshistorie
- Exit-Code-Regel für harte Startfehler
- OpenAI-kompatible Schnittstelle ohne fest verdrahteten Provider
- Verlagerung technischer Persistenzobjekte aus der Domain heraus