5.4 KiB
PDF-Umbenenner
Ein lokal gestartetes Java-Programm zur KI-gestützten Umbenennung bereits OCR-verarbeiteter, durchsuchbarer PDF-Dateien.
Die Anwendung liest PDF-Dateien aus einem konfigurierbaren Quellordner, extrahiert den Text, ermittelt daraus per KI einen normierten Dateinamen und legt eine Kopie im Zielordner ab. Die Quelldateien bleiben unverändert.
Zielbild
Der PDF-Umbenenner ist bewusst als schlanke Batch-Anwendung ausgelegt:
- Java 21
- Maven Multi-Module
- ausführbares Standalone-JAR
- lokaler Start, z. B. über den Windows Task Scheduler
- kein Webserver
- kein Applikationsserver
- keine Dauerlauf-Anwendung
- kein interner Scheduler
- SQLite als lokaler Persistenzspeicher
- Log4j2 für Logging
- strikte hexagonale Architektur / Ports and Adapters
Fachlicher Überblick
Die Anwendung verarbeitet Dokumente in einem robusten, nachvollziehbaren Ablauf:
- Quellordner lesen
- PDF-Kandidaten erkennen
- Fingerprint der Quelldatei bestimmen
- bereits erfolgreich verarbeitete bzw. final fehlgeschlagene Dokumente überspringen
- PDF-Text extrahieren
- KI-basierten Benennungsvorschlag erzeugen
- normierten Zieldateinamen bilden
- Kollisionen im Zielordner über Dubletten-Suffixe auflösen
- Kopie im Zielordner ablegen
- Ergebnis und Versuchshistorie in SQLite persistieren
Dateinamensregeln
Das Zielformat lautet:
YYYY-MM-DD - Titel.pdf
Bei Namenskollisionen werden Suffixe direkt vor .pdf ergänzt:
YYYY-MM-DD - Titel(1).pdf
YYYY-MM-DD - Titel(2).pdf
Wichtige Regeln:
- die 20 Zeichen beziehen sich nur auf den Basistitel
- das Dubletten-Suffix zählt nicht zu diesen 20 Zeichen
- Titel werden auf Deutsch erzeugt
- Eigennamen bleiben unverändert
- Quelldateien werden nie überschrieben, verschoben oder verändert
KI-Anbindung
Die KI-Anbindung ist konfigurationsgetrieben. Der fachliche Vertrag bleibt unabhängig vom Anbieter gleich: Aus dem Dokumentinhalt wird ein strukturierter Benennungsvorschlag abgeleitet, aus dem die Anwendung den finalen Dateinamen bildet.
Der aktuelle Stand unterstützt mehrere Provider über Konfiguration, darunter:
- OpenAI-kompatible Endpunkte
- Claude API
Die Provider-Auswahl ist Konfiguration, keine Architekturentscheidung.
Wichtige Annahmen und Grenzen
- Die Anwendung erwartet bereits OCR-verarbeitete, durchsuchbare PDFs.
- Nicht durchsuchbare oder inhaltlich nicht brauchbare PDFs werden als Fehler behandelt.
- Mehrdeutige Dokumente erzeugen kein unsicheres Ergebnis.
- Erfolgreich verarbeitete Dateien werden in späteren Läufen nicht erneut verarbeitet.
- Final fehlgeschlagene Dateien werden in späteren Läufen übersprungen.
Architektur
Das Projekt ist strikt nach Ports and Adapters / Hexagonal Architecture aufgebaut.
Module
pdf-umbenenner-domainpdf-umbenenner-applicationpdf-umbenenner-adapter-in-clipdf-umbenenner-adapter-outpdf-umbenenner-bootstrap
Grundprinzipien
- Abhängigkeiten zeigen immer nach innen
- Domain kennt keine Infrastruktur
- externe Zugriffe erfolgen ausschließlich über Ports
- technische Implementierungen liegen in Adaptern
- keine direkte Adapter-zu-Adapter-Kopplung
Konfiguration
Die Anwendung wird über eine .properties-Datei konfiguriert.
Typische Bereiche sind:
- Quellordner
- Zielordner
- SQLite-Datei
- KI-Provider und Modell
- Timeout
- Seitenlimit
- Textlimit für KI-Aufrufe
- Prompt-Datei
- Logging
Für einen lokalen Einstieg dient die Beispielkonfiguration unter:
config/application-local.example.properties
Build
Projektweit:
./mvnw clean verify
Unter Windows:
.\mvnw.cmd clean verify
Start
Das ausführbare Artefakt wird im Bootstrap-Modul erzeugt. Der Start erfolgt als normales Java-Programm:
java -jar <bootstrap-jar>.jar
Die konkrete JAR-Datei hängt vom aktuellen Build-Stand ab.
Logging, Status und Nachvollziehbarkeit
Der PDF-Umbenenner ist auf Nachvollziehbarkeit und Wiederholbarkeit ausgelegt:
- persistente Dokumenthistorie in SQLite
- Status- und Retry-Semantik für robuste Batch-Läufe
- Idempotenz über inhaltsbasierten Fingerprint
- Logging über Log4j2
- Schutz sensibler KI-Inhalte im Log
Dokumentation im Repository
Die maßgeblichen Dokumente sind:
CLAUDE.mddocs/specs/technik-und-architektur.mddocs/specs/fachliche-anforderungen.mddocs/specs/meilensteine.mddocs/workpackages/...
Empfohlene Leserichtung:
CLAUDE.md- technische Zielarchitektur
- fachliche Anforderungen
- Meilensteine
- aktives Arbeitspaket
Entwicklungsleitplanken
- kleine, fokussierte Änderungen
- keine stillen Annahmen bei Dokumentkonflikten
- keine unnötigen Refactorings
- Architekturtreue hat Vorrang
- keine Meilenstein- oder Arbeitspaket-Bezeichner in Produktionscode, Kommentaren oder JavaDoc
Status des Projekts
Das Repository verfolgt einen inkrementellen, meilensteinbasierten Ausbau. Der aktuelle Produktstand baut auf einem vollständig implementierten Kern für:
- Konfiguration und Startvalidierung
- Quellordner-Scan und PDF-Textauslese
- Fingerprint, SQLite-Persistenz und Idempotenz
- KI-Integration für Benennungsvorschläge
- Dateinamensbildung und Zielkopie
- Retry-Logik, Logging und betriebliche Robustheit
Lizenz / Nutzung
Falls für dieses Repository eine konkrete Lizenz vorgesehen ist, sollte sie hier ergänzt werden.