Dokumentation und Arbeitspakete angelegt
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96
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@@ -0,0 +1,96 @@
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# AP06 – Bootstrap und CLI-Adapter
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## Ziel
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Die bestehende `AsvValidatorApplication` wird in zwei klar getrennte Verantwortlichkeiten zerlegt:
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1. **Bootstrap** (`de.gecheckt.asv.bootstrap.Main`) — verdrahtet die Komponenten manuell per Constructor Injection und ist der einzige `public static void main`.
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2. **CLI-Adapter** (`de.gecheckt.asv.adapter.in.cli.CliRunner` oder ähnlich) — nimmt CLI-Argumente entgegen, ruft die Application-Schicht auf, übersetzt das Ergebnis in einen Exit-Code.
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Zusätzlich werden die **Exit-Codes spec-konform** auf `0/1/2` umgestellt.
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## Voraussetzungen
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- AP03, AP04, AP05
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## Scope IN
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### Bootstrap
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- Klasse `de.gecheckt.asv.bootstrap.Main` mit `public static void main(String[] args)`
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- verdrahtet manuell:
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- Logging-Konfigurator
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- CLI-Runner
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- (Application-Service — Platzhalter, wird in AP09 feingeschnitten)
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- ruft `CliRunner.run(args)` auf, gibt den zurückgegebenen Exit-Code an `System.exit` weiter
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### CLI-Adapter
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- Klasse `CliRunner` im Paket `adapter.in.cli`
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- Methode `int run(String[] args)`
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- akzeptiert **genau ein Positionsargument**: den Pfad zur Eingabedatei
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- bei 0 oder ≥2 Argumenten → Exit-Code `2`, Minimalbericht-Vorbereitung (vollständige Minimalbericht-Logik kommt in AP08)
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- bei nicht existierender, nicht lesbarer oder nicht regulärer Eingabedatei → Exit-Code `2`
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- bei erfolgreichem Lauf ohne Spec-Fehler → Exit-Code `0`
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- bei erfolgreichem Lauf mit Spec-Fehlern → Exit-Code `1`
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### Exit-Code-Konstanten
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- Konstanten **nur noch in einer Klasse** (z.B. `ExitCode` im Paket `adapter.in.cli`)
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- Werte:
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- `0` = gültig, keine Fehler-Befunde
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- `1` = ungültig, mindestens ein Spec-Fehler
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- `2` = Bedienfehler
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- Die alten Konstanten (`EXIT_CODE_INVALID_ARGUMENTS=1`, `EXIT_CODE_FILE_ERROR=2`, `EXIT_CODE_VALIDATION_ERRORS=3`) werden **gelöscht**
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### Verdrahtung mit Befundmodell (AP05)
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- `CliRunner` gibt am Ende einen `ValidationReport` aus AP05 weiter oder erzeugt selbst einen Minimal-`ValidationReport` mit einem `Finding` des Kinds `SPEC`, Severity `ERROR`, Layer `ARTIFACT` im Bedienfehlerfall
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- das eigentliche Einlesen und Verarbeiten der Datei kann für M1 noch ein **Dummy-Pfad** sein: die Datei wird gelesen, die Bytes gezählt, ein leerer `ValidationReport` mit `fileName` und `timestamp` zurückgegeben. Echte Validierung gehört nicht in M1.
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### Zeichensatz-Korrektur
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- beim Einlesen der Eingabedatei wird **ISO 8859-15** verwendet, nicht UTF-8. Das ist eine harte Spec-Vorgabe aus `fachliche-anforderungen.md` §5.1 und muss ab jetzt dauerhaft so bleiben.
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```java
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Files.readString(path, StandardCharsets.ISO_8859_1); // nicht ideal — besser Charset.forName("ISO-8859-15")
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```
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Achtung: Java kennt `StandardCharsets.ISO_8859_1`, aber **nicht** `ISO_8859_15`. Daher `Charset.forName("ISO-8859-15")` verwenden.
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## Scope OUT
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- Berichtdatei und Log-Datei im Eingabeverzeichnis (AP07)
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- vollständiger Minimalbericht bei Exit-Code `2` (AP08)
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- Entkopplung der Altlogik (AP09)
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- Architekturtest (AP10)
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## Schritte
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1. Branch `m1/ap06-bootstrap-cli`
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2. `de.gecheckt.asv.bootstrap.Main` anlegen mit `public static void main`
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3. `CliRunner` in `adapter.in.cli` anlegen
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4. `ExitCode`-Konstantenklasse anlegen
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5. `AsvValidatorApplication` schrittweise entkernen: Code wandert nach `CliRunner` und `Main`
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6. Einlese-Encoding auf `Charset.forName("ISO-8859-15")` umstellen
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7. `maven-jar-plugin` in `pom.xml` auf `de.gecheckt.asv.bootstrap.Main` setzen (Platzhalter aus AP02 konkretisieren)
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8. Alle Tests, die auf `AsvValidatorApplication` direkt zeigen, auf `CliRunner` umziehen
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9. `mvn clean package` laufen lassen, das erzeugte JAR manuell mit `java -jar target/asv-format-validator-*.jar <test-datei>` prüfen
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10. `mvn clean verify` grün bekommen
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11. Commit `M1-AP06: Bootstrap, CLI-Adapter, Exit-Codes 0/1/2, ISO 8859-15`
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12. Abschlussbericht schreiben
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## Abnahmekriterien
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- `de.gecheckt.asv.bootstrap.Main` existiert und ist `Main-Class` des JAR
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- `CliRunner` ist der einzige Ort mit CLI-Argument-Parsing
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- Exit-Codes `0`, `1`, `2` sind definiert und spec-konform eingesetzt
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- **Test:** Aufruf ohne Argument → Exit-Code `2`
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- **Test:** Aufruf mit nicht existierender Datei → Exit-Code `2`
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- **Test:** Aufruf mit leerer, lesbarer Datei → Exit-Code `0` (Dummy-Pfad, leerer `ValidationReport`)
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- Einlese-Encoding ist ISO 8859-15 (per Test belegt: eine Datei mit Byte `0xA4` ergibt beim Einlesen `€`, weil `0xA4` in ISO 8859-15 auf Euro-Zeichen liegt)
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- ausführbares JAR unter `target/` ist manuell startbar
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- `mvn clean verify` ist grün
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- Abschlussbericht liegt vor
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## Rest-Risiken und offene Punkte
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- Der Dummy-Pfad (Datei wird gelesen, leerer Report zurückgegeben) ist bewusst dünn. Die Einbindung der alten Parser-Logik passiert in AP09.
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- Es ist verlockend, schon hier in AP06 die bestehende Parser-/Validator-Kette mit dem neuen Modell zu verknüpfen. **Nicht tun.** AP06 soll nur die äußere Hülle geradeziehen.
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## Bericht
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`docs/arbeitspakete/m1/berichte/AP06-bericht.md` nach `templates/ap-bericht.md`.
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